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Ehrenamt

Rund 36 Prozent der Bevölkerung engagieren sich ehrenamtlich, in Sportvereinen, Jugendgruppen, Seniorenbeiräten, der Kinderbetreuung und der Bildung, der Betreuung hilfebedürftiger Älterer und von Menschen mit Behinderungen oder den Rettungsdiensten, weil sie Freude und Bestätigung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben finden. Dabei will ich helfen, z. B. durch eine flächendeckende Ehrenamtsberatung vor Ort.
Das Ehrenamt darf jedoch nicht überfordert werden und darf auch nicht an begrenzten eigenen Mittel scheitern. Das Ehrenamt ist nicht der Ausfallbürge der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung. Denn ich will, dass in Zukunft Ehrenamt Spaß macht!

Ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen und die Nachwuchsarbeit der Vereine anerkennen und fördern wir, indem wir die Jugendleitercard und Ehrenamtscard für Kinder und Jugendliche weiterentwickeln und der Kooperation von Schulen mit Vereinen und Verbände in unserem Ganztagsschulkonzept breiten Raum und Unterstützung geben.

Die gesellschaftliche Bedeutung freiwilligen Engagements kann überhaupt nicht überschätzt werden! Das gilt sowohl für die ‚klassische’ Form des Ehrenamtes – die Ausübung eines ‚Amtes’ oder Mandats in einer politischen Institution, einer politischen Partei oder einer gesellschaftlichen Organisation – als auch für die neuen Formen des lockeren, oft spontan vermittelten, an solidarischer Hilfe und Selbsthilfe orientierten Engagements.
Die Gesellschaft würde schlicht in vielen, wenn nicht allen Bereichen zusammenbrechen, gäbe es nicht diese schier unglaubliche Masse an (unbezahlter) Arbeit, an Ideen und Kreativität.
Politik für das freiwillige Engagement zielt also auf einen gesellschaftspolitisch bedeutsamen Bereich und sie richtet sich an Millionen Menschen, die als Akteure oder als Nutznießer betroffen sind.

Die weitaus meisten dieser betroffenen Menschen sind auch Wählerinnen undWähler: Sie stellen den Kern der aktiven Wahlbevölkerung, sie sind die Multiplikatoren, die Meinungsbildner und -führer!
Freiwilliges Engagement – das liegt in der Natur der Sache – spielt sich ganz überwiegend im lokalen Bereich ab, in Kommune, Stadtteil und Nachbarschaft, im Verein, in der Bürgerinitiative, der Partei usw. Damit ist es ein hochrangiges kommunalpolitisches Thema. Es ist auch ein Thema, das immer wieder bewegt: Das zeigen Debatten um Vereins-, Sport- und Jugendförderung, unentgeltliche Nutzung von Sporthallen und Bürgerhäusern u. v. a. m.
Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement verleiht hohes Prestige, es ist positiv besetzt. Freiwilliges Engagement braucht engagierte Bürger, und es braucht gesellschaftliche Ermutigung und politische Unterstützung.

Der SPD-Bezirk Hessen-Süd hat einen Reader veröffentlicht, in dem die Grundlagen zur Verfügung gestellt, und Anregungen für die politische Unterstützung und Einbindung des Freiwilligen Engagements in unserer kommunalen politischen Praxis gegeben werden.