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PRESSEMITTEILUNG:

Rüsselsheim, 13. Juni 2013
Feuerwehren in Rüsselsheim

Werbung für das Ehrenamt

Sprecher der Feuerwehr zu Gast bei SPD-Fraktion

Die Rüsselsheimer SPD-Fraktion hat sich in einer Sitzung gemeinsam mit dem Sprecher der Rüsselsheimer Feuerwehren, Manfred Eichhorn, über die aktuelle Lage der Feuerwehr informiert. An der Sitzung nahm auch Egidio Grano teil, der künftig bei der SPD-Fraktion als Hospitant mitarbeiten wird. Eichhorn, der seit über 25 Jahren Mitglied der Feuerwehr ist und sich dort vor allem mit der Thematik des vorbeugenden Brandschutzes beschäftigt, erklärte zunächst, dass er der gemeinsame Sprecher der Rüsselsheimer Feuerwehr sei. Die Wehren versprechen sich durch diese Wahl eine Verbesserung ihrer Präsenz in der Stadt. Grundsätzlich habe sich durch die Wahl eines Sprechers aber in der Struktur der Feuerwehr nichts geändert. „ Nach wie vor ist der Leiter der Feuerwehr, Herr Thomas Meudt, der Hauptansprechpartner für alle Feuerwehrbelange in der Stadt Rüsselsheim“, erläuterte Eichhorn. Aber die freiwilligen Feuerwehren hätten natürlich auch eigene Interessen, was z.B. Jugend- und Mitgliederwerbung angehe.
„Uns geht leider der Nachwuchs aus!“, bedauerte Eichhorn. Damit gehe es der Feuerwehr wohl so, wie den allermeisten anderen Vereinen auch. „Mir geht es vor allem darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und Netzwerke zu knüpfen“, erklärte Eichhorn. Der Feuerwehrsprecher machte aber auch deutlich, dass er keineswegs parteiisch sei, und sehr gerne auch mit Stadtverordneten anderer Fraktionen ins Gespräch kommen, und über die politischen Institutionen hinaus für mehr Aufmerksamkeit werben wolle. Um eben diese Aufmerksamkeit zu erlangen, bat er die Stadtverordneten der SPD um eigene Ideen, wie man vor allem an jüngere Menschen heran käme, um sie von der Feuerwehr zu begeistern.
Als einen guten Weg, der allerdings schwierig umzusetzen sei, wurde über die Möglichkeit diskutiert, häufiger in Schulen präsent zu sein. „Das Problem dabei ist, dass die Kolleginnen und Kollegen, die sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagieren, fast alle berufstätig sind, und daher nur abends Zeit haben. Dann ist die Schule leider schon aus“, erklärte Eichhorn. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Renate Meixner-Römer schlug vor, an Schulen mit Ganztagsangebot eine „Feuerwehr-AG“ anzubieten, wenn dies personell möglich sei. „Die SPD möchte die Ganztagsschule! Die Freiwillige Feuerwehr kann in diesem Bereich auch entlastend für das Schulpersonal wirken“, so Meixner-Römer. Diese Idee wurde von Eichhorn sehr wohlwollend aufgenommen: „Man muss einfach mal quer denken und alle Möglichkeiten ansprechen, Machbares herausarbeiten, Schwieriges zurückstellen!“, sagte Eichhorn.

Gerhard Kustusch, SPD-Stadtverordneter und Sprecher des Arbeitskreises „Soziales“, sagte Eichhorn zu, dass die Gerhard-Hauptmann-Schule (GHS) sich bei der Feuerwehr melden werde, um über eine Kooperation zu sprechen. Als stellvertretender Schulleiter wolle Kustusch mit seinem Kollegium beraten, welche Formen der Zusammenarbeit infrage kämen. Auch SPD-Fraktionshospitant Egidio Grano, der im Vorstand des Stadtverbandes der kulturellen Vereine tätig ist, schlug vor, im Vorstand über mögliche Kooperationen zu sprechen. Der Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden Jens Grode, auch auf Moscheen zuzugehen, wurde von den SPD-Stadtverordneten Aysel Bostan und Janina Ben-Fadhel begrüßt. Auch sie sagten zu, sich entsprechend umzuhören, inwieweit man mit der Feuerwehr zusammenarbeiten könne.

Eichhorn zeigte sich über die vielen Ideen und Unterstützungsangebote zufrieden: „Der Gedankenaustausch war sehr vielversprechend“, sagte Eichhorn abschließend. Er hoffe, dass man auch in Zukunft solche Treffen organisieren könne, um weiter an gemeinsamen Projekten zu arbeiten, und neue Ideen zu entwickeln.