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PRESSEMITTEILUNG:

Rüsselsheim, 13. Juli 2013
Kritik an Stichtagsregel in Sachen Wirbelschleppen

"Kommunen beim Anwohnerschutz besser einbinden!"

„Dass in Flörsheim am vergangenen Dienstag erneut ein Dach von Wirbelschleppen abgedeckt wurde, ist ein deutliches Zeichen, dass Wirbelschleppen eine ernstzunehmende Gefahr für die Anwohner des Frankfurter Flughafen sind.“, so Grode. Die schwarz-gelbe Landesregierung habe diese Gefahr zu lange ignoriert und anschließend im Alleingang den Betreiber Fraport zur Sicherung der gefährdeten Dächer verpflichtet. „Wären die betroffenen Gemeinden wie insbesondere azch Raunheim von vornherein eingebunden gewesen, wäre dieses Desaster nicht entstanden!“, meint Grode. Das vergangenen Dienstag abgedeckte Haus lag außerhalb des im Dachsicherungsprogramm definierten Risikogebietes. „Hätten die Kommunen Mitspracherecht gehabt, hätte man die gefährdeten Zonen realitätsnaher einteilen und so die Anwohner besser schützen können.“, so Grode weiter. Deshalb fordere die SPD die Landesregierung auf, gemeinsam mit der Fraport und den betroffenen Gemeinden an einer Lösung zu arbeiten. „Das Risikogebiet muss dann nochmals kritisch überprüft und soweit ausgeweitet werden, dass zukünftig keine Gefahr mehr von Wirbelschleppen an Dächern ausgeht.“, so der SPD-Politiker.

Daneben müssten auch die Regelungen für Dächersicherungen neugefasst werden. Für Anwohner des Frankfurter Flughafens, wie die Raunheimer Bürgerinnen und Bürger, gelte die sogenannte Stichtagsregelung. Demnach sind alle Bewohner, deren Dächer nach dem 23. März 2007 gebaut wurden, selbst verantwortlich für die sichere Befestigung der Ziegel und den Schutz gegen Wirbelschleppen. „Das ist zu kritisieren! Das Ministerium geht offensichtlich davon aus, dass Wirbelschleppen eine Gefahr für die Anwohner darstellen; sonst würde es die Anwohner nicht zur Sicherung verpflichten. Im März 2007 jedoch vertrat das Ministerium noch die Meinung, von Wirbelschleppen gehe keine Gefahr aus.“, erklärt Grode. “Die Stichtagsregelung für Häuser, die bis zum 23. März 2007 errichtet worden sind und so von der Fraport als „klammerungswürdig“ erachtet werden, ist absurd. Betroffene mit alten Dächern sind hier die Dummen. Das kann nicht sein!” so Grode weiter. Auch dass es für alte Häuser, deren Dächer aufgrund der alten Dachkonstruktion nicht geklammert werden können, eine Verpflichtung geben soll, ein komplett neues, klammerbares Dach zu bauen, sei nicht hinzunehmen. „Hier muss das Ministerium schnell eine Lösung finden, die den Betroffenen schnell und unkompliziert hilft. Denn Sicherheit geht immer vor!“, so Grode.