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PRESSEMITTEILUNG:

Ginsheim-Gustavsburg, 20. August 2013
Unternehmer im Kreis Groß-Gerau

Grode besucht tigz in Ginsheim-Gustavsburg

Beim Besuch des Technologie-, Innovations- und Gründungszentrums (tigz) in Ginsheim-Gustavsburg hat sich der SPD-Landtagskandidat Jens Grode über die aktuelle Situation von Selbständigen informiert und mit der Geschäftsführerin Gabriele Fladung gesprochen. Das tigz greift Gründern und jungen Unternehmen unter die Arme, berät sie in Gründungsfragen und beim Unternehmensaufbau, sorgt für zielgerichtete Vernetzung und vermietet Büroflächen.
„Die Motive, warum sich Menschen selbständig machen, sind nicht vorrangig finanzieller Art“, erklärte Fladung einleitend. Vielen Unternehmern gehe es vor allem um Unabhängigkeit, um Selbstbestimmung und darum, eigene Ideen umzusetzen. „Als Angestellter verdient man häufig deutlich mehr als jemand, der sich gerade selbständig gemacht hat“, so Fladung. Jens Grode erklärte aber auch, dass es oft vorkomme, dass sich Menschen „aus der Not heraus“ selbständig machen. „Weil viele Betriebe immer exzessiver ‚outsourcen‘, bleibt vielen Menschen oft keine andere Wahl!“, kritisierte Grode.
Das tigz bietet neben Workshops, Seminaren und Beratungsgesprächen auch Mietflächen für junge Unternehmer. „Wir haben hier in Ginsheim-Gustavsburg eine ganze Etage mit jungen, kreativen Köpfen!“, berichtete Fladung. Jährlich finden etwa 200 Beratungsgespräche statt. „Bei den kleinen Unternehmen, die weit über 90% aller Unternehmen im Kreis Groß-Gerau ausmachen, geht es meist um praktische Beratungen, um Fragen von Marketing, Kooperationen, Finanzierung, Fragen zu behördlichen Auflagen und Zuständigkeiten und ähnliches.“
Etwa 65 Prozent der angesiedelten Firmen kommen ursprünglich nicht aus dem Kreis Groß-Gerau. Sie kommen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland, weil das Rhein-Main-Gebiet für sie wirtschaftlich vielversprechend sei und Gustavsburg gute Standortbedingungen für Neugründungen bietet.
Die Gründungsneigung in Deutschland ist im weltweiten Vergleich sehr gering. „Das liegt u.a. an dem schlechten Unternehmerbild, geprägt von managergeführten Großunternehmen, an der fehlenden Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge in Schule und Hochschule sowie an der weit verbreiteten Angst vorm Scheitern und vorm Risiko!“, bedauert Fladung. „Deutschlandweit gehen die Gründerzahlen dramatisch zurück!“. Grode kritisierte die Zurückhaltung der schwarz-gelben Landesregierung: „Weniger Gründerzahlen bedeuten, dass auch die Innovation ausgebremst wird! Und das Wichtigste ist: Gründer beleben die Wirtschaft!“, sagte Grode abschließend.