Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

PRESSEMITTEILUNG:

Rüsselsheim, 05. September 2013
Flughafen

Grode sieht Gefahr für Rüsselsheim und Raunheim durch Urteil zur Südumfliegung.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat am Dienstag überraschend die Südumfliegung am Frankfurter Flughafen gekippt. Ein sicherer und reibungsloser Ablauf lasse sich mit dieser Route nicht wie geplant verwirklichen, so der VGH. Er gab damit unter anderem Klagen der Stadt Groß-Gerau, der Gemeinde Nauheim und der Gemeinde Trebur Recht. Leider hat das Gericht die Flugroutenprüfung ausschließlich unter betrieblichen Aspekten geprüft, die Lärmwirkung dieser Flugroute im Vergleich zu anderen Szenarien wurde überhaupt nicht geprüft.
Falls nun aufgrund dieses Urteils andere Abflugstrecken vorzusehen sind, besteht nicht unbegründet die Gefahr, dass ein direkter Geradeausflug direkt über Raunheim und die Rüsselsheimer Innenstadt hinweg realisiert wird. In Konsequenz würde das bedeuten, dass Flugzeuge nicht nur bei Ost-, sondern zukünftig auch bei Westwetterlage direkt über das Stadtgebiet fliegen. „Es darf nicht sein, dass Rüsselsheimer und Raunheimer Bürgerinnen und Bürger durch ein Verbot der Südumfliegung zusätzlich belastet werden. Es muss eine Lösung gefunden werden, die vor allem die Bevölkerung schützt, die bereits erheblichen Lärmbelästigungen ausgesetzt ist“, fordert Grode. Bis zu 150 Maschinen starten täglich auf dieser Route. „Jegliche Rüsselsheim und Raunheim stärker belastende Flugroutenvarianten, wenn auch nur übergangsweise, wie beispielsweise der Geradeausflug über die Stadtgebiete, werden folglich konsequent abgelehnt!“, macht Grode deutlich.